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Viele Eltern fragen sich, was sie leisten können und müssen, um die Ausbildung ihrer Kinder optimal zu unterstützen. Ein paar Tipps haben wir für Sie zusammengetragen. Vielleicht der Wichtigste von ihnen lautet: Vergessen Sie das Loben nicht!
| Tipp für die Grundschule: Maß nehmen | mehr |
Damit Ihr Kind spielerisch lernt, Größen und Größenunterschiede sicher einzuschätzen, kann man ihm eine kleine einfache Aufgabe geben, die normalerweise mit Begeisterung aufgenommen wird. Man drückt ihm zunächst ein Maßband oder einen Zollstock in die Hand und zeigt ihm, wenn nötig, wie man diese anlegt und abliest. Dann erstellt man mit dem Kind zusammen eine Tabelle mit Messaufträgen, das heißt Dingen aus Haushalt oder Garten, deren Länge, Breite und/oder Höhe es bestimmen soll:
Mögliche Themen:
- Welches ist dein größtes/längstes Kuscheltier?
- Wie lang/breit/hoch sind deine Legosteine?
- Wie hoch/wie breit sind die Möbel in deinem Zimmer?
- ...
Nach einiger Übung können dann auch Räume etc. ausgemessen werden, wobei der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind. Diese Aufträge lassen sich bei Vorhandensein einer Waage auch auf Gewichte ausdehnen. Sie werden sehen, Vermutungen, dass z. B. die Zimmerhöhe bei etwa 1,70 Meter liegt, werden so immer seltener.
| Hausaufgaben richtig betreuen | mehr |
Kinder und damit indirekt auch ihre Eltern, sehen sich täglich der Herausforderung ausgesetzt, nach einem anstrengenden Schultag noch ihre Hausaufgaben ordentlich und sauber zu erledigen. Diese Aufgabe steht im Konflikt zum Umfeld zu Hause mit Spielzeug, Fernsehen, Computer usw. das ja doch eher etwas zu tun reizt, was Spaß macht.
So bleiben die Aufgaben häufig erst mal liegen und werden später und oft esrt nach Aufforderung der Eltern gemacht. Wenn dann Unlust und Widerstand der Kinder auf Stress und Druck der Eltern treffen, ist die Konfliktsituation vorprogrammiert. Damit die Hausaufgabensituation auf Dauer gelingt und die Beziehung zwischen Eltern und Kindern harmonisch bleibt, kann man mit den Kindern ein paar einfache Regeln aufstellen:
- Vereinbaren Sie mit Ihrem Kind feste Zeiträume für die Erledigung der Aufgaben, beispielsweise zwischen 14 und 16.30 Uhr inklusive zwei bis drei zehnminütiger Pausen. Bei sonstigen Terminen oder Nachmittagsunterricht kann das natürlich flexibel gehandhabt werden. Ideal wäre es, wenn Sie ihm in dieser Zeit auch für Fragen oder sonstige Hilfen zur Verfügung stehen. Falls die Zeit ausnahmsweise einmal überschritten wird, ist das in Ordnung, aber zur Regel sollte das nicht werden.
- Stellen Sie klar, dass das Kind für die Hausaufgaben selbst verantwortlich ist, Sie als Eltern aber im Notfall unterstützend eingreifen. Versuchen Sie dabei zu vermitteln, dass man auf selbst erledigte Arbeiten stolz sein kann, um sich dann beruhigt anderen Dingen zuzuwenden.
- Sorgen Sie für eine möglichst ruhige Arbeitsumgebung, idealerweise am Schreibtisch im Kinderzimmer. Stellen Sie sicher, dass das Kind zu Beginn der Arbeit alle Gegenstände in der Nähe hat, die es dazu braucht. Wenn Sie mit dem Kind im selben Raum sind, sollten Sie sich auf eher unauffällige Tätigkeiten beschränken und ihm nicht dauernd über die Schulter schauen.
- Beurteilen Sie daher möglichst nur das Endergebnis. Wenn das in Ordnung ist und in der vorgegebenen Zeit geschafft wurde, hat das Kind den für sich richtigen Weg gewählt. Wenn nicht, können Sie ihm natürlich Vorschläge machen, wie es sich verbessern lässt.
- Versuchen Sie, konsequent zu sein und scheuen Sie sich nicht, Ihr Kind unter Umständen auch einmal mit unvollständigen Aufgaben in die Schule zu schicken. Dadurch lernt es, dass Sie nicht automatisch als Rettungsanker benutzt werden können.
- Loben Sie Ihr Kind auch für die kleinsten Dinge, die es selbsttätig und vollständig erledigt hat. Das gibt Auftrieb, auch schwierigere und langwierigere Aufgaben anzugehen.
In den meisten Fällen helfen diese klaren Strukturen, die Hausaufgabensituation für alle Beteiligten zufriedenstellend zu bewältigen. Falls dennoch immer wieder Probleme auftauchen, können Sie sich gern an unsere einfühlsamen und erfahrenen Berater wenden.
Ein Diktat ist zunächst einmal eine Form des Abfragens, nicht des Übens, d.h. zum eigentlichen Wörter-Üben ist ein Diktat nicht geeignet.
Aber: Die Kinder müssen auch lernen, mit der Situation Diktat zurecht zu kommen und genau das sollte man üben. Das bedeutet allerdings, dass man
- das Diktat (bzw. die Wörter) so vorbereitet, dass das Kind nur wenig Fehler haben wird, um Frust und Ängste, wie sie ja oft durch Diktate ausgelöst werden, zu vermeiden
- und mit dem Kind bespricht, was der Sinn der Übung ist: Die Konzentration auf die Schreibweise und das Einüben sinnvoller Verhaltensweisen.
In diesem Zusammenhang sollte man verschiedenes klären,
- wie das Kind z.B. die Zeit nutzt, wenn der Lehrer den Satz zum ersten Mal vorliest (es sollte den Satz mit seinen Satzteilen erfassen, um die Groß- und Kleinschreibung der Worte zu klären, es könnte sich schon mal Gedanken über die Besonderheiten der Schreibung machen),
- das Kind sollte wissen, wie es vorgeht, wenn es sich über die Schreibweise eines Wortes im Unklaren ist (Strich an die Seite und weiter im Diktat ohne Zeitverlust)
- wie es am Schluss sinnvoll den Text auf Fehler überprüft (vielleicht eher von hinten nach vorne lesen?)
Dem Diktierenden kommt dabei die Rolle zu, die Verhaltensweisen des Kindes zu beobachten und, was ihm auffällt, am Ende des Diktats mit dem Kind zu besprechen. Um das gewünschte Verhalten zu festigen, sollten die kritischen Punkte am Anfang des nächsten Diktates oder auch während des Diktierens noch einmal kurz angesprochen werden („Du weißt ja noch, was wir letztes Mal besprochen haben, ...“).
Eine beliebte Hausaufgabe ist das Abschreiben. Viele Kinder schreiben mit einer riesigen Anzahl von Fehlern ab. Wie kann man das ändern? Zunächst einmal: Wenn das Kind das Abschreiben als langweilige oder gar lästige Aufgabe empfindet, wird es der Sache nicht viel Aufmerksamkeit widmen – und viele Fehler machen. Weiß es dagegen, dass es dadurch die Wörter lernt, so ist der Erfolg größer. Auch kann man das Abschreiben etwas interessanter gestalten.
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